Was bringt dich dazu, dich auf einen Job zu bewerben – und was sorgt dafür, dass du bleibst? Klar, ein gutes Gehalt spielt eine Rolle. Aber: Studien zeigen, dass sich die Prioritäten verschieben. Je nachdem, in welcher Lebensphase du bist und was dir im Arbeitsalltag wirklich wichtig ist.
Wir zeigen dir, worauf andere in deiner Situation besonders achten – und wie du herausfinden kannst, was dir guttut. Ganz gleich, ob du gerade neu startest oder nach etwas anderem suchst.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Die wichtigsten Faktoren bei der Jobwahl – was zählt für dich?
- 2.Wann werden flexible Arbeitsmodelle wirklich wichtig?
- 3. Karriere machen? Für viele gar nicht so wichtig
- 4. Sinn oder Sicherheit? Generationen setzen unterschiedliche Prioritäten
- 5. So findest du heraus, was wirklich zu dir passt
- 6. Warum sich ein genauer Blick auf deine Jobwünsche lohnt
Die wichtigsten Faktoren bei der Jobwahl – was zählt für dich?
Was ist dir bei einem Job wirklich wichtig? Die Antwort darauf fällt je nach Lebensphase ganz unterschiedlich aus. Studien zeigen: Es gibt nicht die eine Priorität – aber typische Muster, die dabei helfen können, die eigenen Wünsche besser einzuordnen.
Ein paar Beispiele:
- Berufseinsteiger:innen (18–24 Jahre) legen besonders viel Wert auf ein gutes Teamklima (25 %) und eine sinnstiftende Tätigkeit (20 %).
- 25–34-Jährige wünschen sich vor allem eine gute Work-Life-Balance (27 %) – und legen mit 16 % deutlich häufiger Wert auf flexible Arbeitsmodelle.
- 35–44-Jährige achten verstärkt auf Sicherheit, klare Strukturen und faire Aufstiegschancen.
- 45–50-Jährige nennen mit 34 % am häufigsten ein gutes Gehalt als wichtigstes Kriterium – gefolgt vom kollegialen Umfeld (26 %).
Diese Ergebnisse zeigen: Was Bewerbenden wichtig ist, hängt stark davon ab, wo sie im Leben stehen. Die Grafik unten gibt dir einen direkten Überblick über die meistgenannten Faktoren und vielleicht erkennst du dich ja in einer der Gruppen wieder?



Wann werden flexible Arbeitsmodelle wirklich wichtig?
Flexibilität klingt erst mal gut, aber: Nicht alle brauchen sie in jeder Phase gleich dringend. Nur 4 % der 18–24-Jährigen nennen flexibles Arbeiten als Top-Kriterium. Bei den 25–34-Jährigen sind es schon 16 %. Warum?
Wenn du gerade in den Beruf einsteigst, willst du vor allem lernen, dich ausprobieren, dein Team kennenlernen. Flexibilität kann da hilfreich sein, ist aber oft nicht das erste Thema.
Je mehr Verantwortung du übernimmst, durch Familie, Weiterbildung oder neue Lebenspläne, desto mehr wird Flexibilität zum Schlüssel: für Balance, Selbstbestimmung und Alltag, der zu dir passt.
Unser Tipp
Überleg dir, welche Freiräume dir wirklich helfen. Brauchst du flexible Stunden, Remote-Arbeit oder freie Lernzeiten? Und: Welche Struktur unterstützt dich dabei, fokussiert zu bleiben?
Karriere machen? Für viele gar nicht so wichtig
Nur wenige betrachten klassische Karriereleitern heute noch als Hauptziel: 2 % der Berufseinsteiger:innen, 10 % der Späterfahrenen nennen sie als Top-Priorität.
Das liegt auch daran, dass sich der Karrierebegriff gewandelt hat. Führung wird seltener als einziger Weg gesehen. Viele Menschen möchten sich fachlich weiterentwickeln, Sinn in ihrer Arbeit finden oder ein stabiles Arbeitsumfeld gestalten, statt sich an starren Hierarchien zu orientieren.
Auch Sicherheit, Vereinbarkeit und persönliche Entwicklung sind zentrale Faktoren geworden. „Karriere“ bedeutet für viele heute: einen Weg gehen, der zum eigenen Leben passt – statt einem Idealbild zu folgen.
Auch bei uns gilt:
Karrierewege sind individuell. Wir sprechen mit dir über deine Ziele – und suchen gezielt nach Positionen, die dich stärken, fordern und unterstützen.
Sinn oder Sicherheit? Generationen setzen unterschiedliche Prioritäten
Was ist dir wichtiger: ein Job mit Sinn oder einer, der Sicherheit bietet? Die Antworten darauf unterscheiden sich deutlich, wenn man sich die Altersgruppen anschaut:
- 20 % der Berufseinsteiger:innen (18–24 Jahre) nennen eine sinnstiftende Tätigkeit als wichtigstes Kriterium.
- In der Gruppe ab 45 Jahren liegt der Fokus klar auf anderen Themen: 34 % nennen Gehalt und 26 % das kollegiale Umfeld als wichtigste Faktoren.
- Ab etwa Mitte 30 gewinnt auch „Sicherheit“ zunehmend an Bedeutung.
Diese Unterschiede sind nachvollziehbar: Wer neu einsteigt, will mitgestalten, einen Beitrag leisten, die eigene Arbeit als sinnvoll empfinden. Wer bereits länger im Berufsleben steht, schätzt dagegen häufig ein stabiles Umfeld, Planbarkeit und klare Strukturen mehr.
Und: Teamgeist ist über alle Gruppen hinweg relevant, besonders aber für Berufseinsteiger:innen. 25 % von ihnen sehen ein gutes kollegiales Umfeld als entscheidend an. Denn wer sich im Team wohlfühlt, bleibt auch dann motiviert, wenn es herausfordernd wird.
Unser Impuls:
Frag dich, was dir im Moment besonders wichtig ist. Suchst du Sinn, Sicherheit oder beides? Und wie sollte dein Arbeitsumfeld gestaltet sein, damit du dich langfristig entfalten kannst?
So findest du heraus, was wirklich zu dir passt
Ob Berufseinstieg oder Jobwechsel: Wenn du weißt, was dir wichtig ist, findest du leichter das passende Umfeld. Drei Tipps:
- Sei ehrlich zu dir selbst: Geht’s dir um Sicherheit? Entwicklung? Balance? Es gibt kein richtig oder falsch – aber Klarheit hilft.
- Stell die richtigen Fragen: Im Bewerbungsgespräch darfst (und solltest) du nachfragen: Wie wird hier gearbeitet? Was ist dem Team wichtig? Welche Flexibilität ist möglich?
- Hol dir Unterstützung: Karriereberatung, Recruiter:innen oder dein Netzwerk – es gibt viele, die dich auf deinem Weg begleiten können.
Warum sich ein genauer Blick auf deine Jobwünsche lohnt
Was Bewerbende wollen, ist nicht immer gleich und das ist gut so. Je besser du deine eigenen Prioritäten kennst, desto einfacher wird die Jobsuche.
Denn wer weiß, was er oder sie braucht, kann gezielter suchen und besser erkennen, ob ein Job wirklich passt. Das schützt vor Enttäuschungen, stärkt dein Selbstvertrauen im Bewerbungsprozess und hilft dir dabei, langfristig zufrieden zu arbeiten.
Und: Wer klar kommuniziert, was er oder sie sucht, hat bessere Chancen, wirklich anzukommen im Job und im Team. Ein guter Arbeitgeber weiß es zu schätzen, wenn Bewerbende wissen, worauf es ihnen ankommt.
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